Kanada und Deutschland unterhalten eine starke und vielfältige Handelsbeziehung, die Handel, Investitionen sowie Wissenschaft und Technologie umfasst. Baden-Württemberg pflegt Weltweit Verbindungen. Insbesondere der Außenhandel spielt eine außerordentlich wichtige Rolle. Der Staat arbeitet seit vielen Jahren eng mit Regionen aus der ganzen Welt zusammen. Die Staatsregierung beabsichtigt, ihre Entwicklungszusammenarbeit mit diesen Partnern fortzusetzen und auszuweiten. Der Handel zwischen Deutschland und Kanada (einschließlich Reisen und Tourismus) belief sich 2018 auf mehr als 5 Milliarden US-Dollar. Deutschland ist Kanadas größter Exportmarkt in der EU und unser sechstgrößter Handelspartner weltweit mit einem Handelsvolumen von 25,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019. Die kanadischen Exporte nach Deutschland beliefen sich 2019 auf 6,3 Milliarden US-Dollar, während Kanadas Importe aus Deutschland 19,2 Milliarden US-Dollar betrugen. Zu den Interessensbereichen gehören Luft- und Raumfahrt, fortgeschrittene Fertigung, Automobilindustrie, Biowissenschaften, Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Agrar- und Lebensmittelindustrie. Kanadas tope Warenexporte umfassen Maschinen, Mineralerer, wissenschaftliche und Präzisionsinstrumente, elektrische und elektronische Maschinen und Geräte, mineralische Brennstoffe und Öle. Mit Forschungs- und Entwicklungsausgaben (FuE) von 22,7 Mrd. € im Jahr 2015 und 4,92 % des BIP liegt Baden-Württemberg (BW) deutlich über dem Landesdurchschnitt (2,92 %) und EU-Durchschnitt (2,0%) (Eurostat, 2019).

Im Jahr 2015 wurden mehr als 81 % der regionalen FuE-Ausgaben von der Wirtschaft erwirtschaftet. Die verbleibenden FuE-Ausgaben wurden zwischen den Universitäten aufgeteilt (10,2%) und von den außeruniversitären Forschungsinstituten (8,3%) (Eurostat, 2019). Im Vergleich zum nationalen Durchschnitt haben die Hochtechnologieindustrien einen höheren Anteil an der Beschäftigung. 2016 liegt Baden-Württemberg mit einem Anteil von 5,2 Prozent über dem Landesdurchschnitt von 4,2 Prozent (Eurostat, 2019). Insbesondere baden-Württemberg verfügt über Produktionsstärken, da der Beschäftigungsanteil des hoch- und mitteltechnologischen verarbeitenden Gewerbes 2016 bei 16,3 % liegt und damit deutlich über dem Landesdurchschnitt (9,9 % im Jahr 2016) liegt (Eurostat, 2019). Im Jahr 2018 stammten mit 14 608 beim Deutschen Patentamt (DPMA) eingereichten Patentanmeldungen 31,3 % aller Anmelder aus Deutschland von BW (133 Patentanmeldungen / 100.000 Einwohner in BW vs. 56 Patentanmeldungen / 100.000 Einwohner, in Deutschland). Im Jahr 2012 reichte BW 4.194 Anmeldungen beim Europäischen Patentamt ein, das sind 23 % der deutschen Patentanmeldungen. Bei der Verteilung des FuE-Personals (Vollzeitbeschäftigte, VZÄ) liegt die BW-Region mit 148.883 in absoluten Zahlen an erster Stelle oder 2015 mit 23,2 % des nationalen Gesamtanteils (Eurostat, 2019).

Die Forschungsinfrastruktur in BW ist sehr stark: Die Hochschullandschaft in BW umfasst neun Hochschulen, mehr als 20 private Hochschulen, acht Kunst- und Musikhochschulen, sechs Pädagogische Hochschulen, 24 öffentliche Fachhochschulen und die Duale Hochschule (BW Studienleitfaden, 2019). In Bezug auf die Bildung hat Baden-Württemberg rund 360.000 Studierende an den oben genannten Hochschulen eingeschrieben (BW Studienleitfaden, 2019), von denen 4.277 promoviert wurden ,2017 (Statistik BW, 2019). In der Region hatten 2018 39,1% der 30- bis 34-Jährigen ein Hochschuldiplom erworben, was über dem Landesdurchschnitt (34,9%) lag. aber leicht unter dem europäischen Durchschnitt (40,7%) (Eurostat, 2019). Der nicht-hochschulübergreifende Bereich umfasst eine Vielzahl öffentlicher Forschungseinrichtungen, die in den Bereichen Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung tätig sind (11 Max-Planck-Institute, 13 Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, sieben Institute der Gottfried Wilhelm Leibniz Science Association, zwei Zentren der Helmholtz-Gesellschaft) (BW-Studienleitfaden, 2018).